• Raps
  • Leinsaat
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  • Sonnenblumen
  • Palmöl
Raps - Erklärfilm mit flotter Biene

Daten & Grafiken

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  • Produktion | Import | Export,
    Rapssaaten nach Ländern 2015
  • Produktion | Import | Export,
    Rapsöl nach Ländern 2015
  • Produktion | Import | Export,
    Rapsschrot nach Ländern 2015

Daten & Grafiken

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  • Produktion | Import | Export,
    Sojabohnen nach Ländern 2015
  • Produktion | Import | Export,
    Sojaöl nach Ländern 2015
  • Produktion | Import | Export,
    Sojaschrot nach Ländern 2015

Daten & Grafiken

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  • Produktion | Import | Export,
    Palmöl nach Ländern 2015
  • Verbrauch,
    Palm- und Palmkernöl weltweit 2015

Raps

Raps ist in Deutschland die Ölpflanze Nummer 1. Auf rund 1,3 Millionen Hektar wird derzeit Raps angebaut. Die Rapssaat enthält gut 40 Prozent Öl, die restlichen knapp 60 Prozent werden zu Rapsschrot verarbeitet.
Etwa 3,6 Millionen Tonnen Rapsöl werden hierzulande jährlich verbraucht. Rapsöl ist reich an Vitamin E und an ungesättigten Fettsäuren der Omega-3- und Omega-6-Reihe. Das Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren ist besonders ideal. Damit ist Rapsöl das ernährungsphysiologisch gesündeste Pflanzenöl! Neben der Ernährung von Mensch und Tier wird Raps in Deutschland zu Biodiesel weiterverarbeitet und als technisches Öl verwendet. Das Rapsschrot sorgt neben Sojaschrot für die Proteinversorgung in der Nutztierhaltung.

Leinsaat

Flachs hat weit mehr zu bieten als Fasern. Aus den reifen Samen des Ölleins, den Leinsamen, wird Leinöl gewonnen – ein wichtiger Rohstoff für die Lebensmittel-, Lack- und Biokunststoffindustrie. Leinsamen enthalten etwa 40 Prozent Öl. Die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure) hat daran eine der höchsten Konzentrationen aller bekannten Pflanzenöle. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind: Eiweiß, Lecithin, Stearine, die Vitamine B1, B2, B6 und E sowie Fol- und Pantothensäure. Leinsamen, Leinschrot oder Leinkuchen sind insbesondere für die Jungtier- und Pferdeaufzucht gefragte Futtermittel.

Soja

Soja zählt zu den wichtigsten Nutzpflanzen weltweit. Die Hauptanbauländer sind die USA, Brasilien und Argentinien. Die Hülsenfrucht hat mit ca. 20 Prozent einen vergleichsweise geringen Ölgehalt und mit ca. 80 Prozent einen entsprechend hohen Schrotanteil mit wertvollem Protein. Rund 300.000 Tonnen Sojaöl werden derzeit in Deutschland jährlich verbraucht.
Sojaöl ist reich an Vitamin E und enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren der Omega-3- und Omega-6-Reihe. Sojaschrot enthält zudem außerordentlich viel hochwertiges Eiweiß und ist eine wichtige Proteinquelle in der Tierernährung.

Sonnenblumen

Sonnenblumenkerne enthalten ca. 45 Prozent Öl und dementsprechend etwa 55 Prozent Schrot. Das Sonnenblumenöl ist besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren der Omega-3- bzw. Omega-6-Reihe und punktet mit dem höchsten Vitamin E Gehalt aller Pflanzenöle. Etwa 265.000 Tonnen Sonnenblumenöl werden in Deutschland jährlich verbraucht. Mit seiner hellgelben Farbe und einem besonders milden Geschmack wird es überwiegend für Lebensmittel verwendet, z. B. für die Herstellung von Margarine. Aber auch für pharmazeutische, chemische und technische Zwecke ist Sonnenblumenöl ein wichtiger Rohstoff. Mit einem hohen Eiweißgehalt ausgestattet ist Sonnenblumenschrot ebenfalls ein bedeutendes Proteinfuttermittel in der Nutztierhaltung, nach Soja- und Rapsschrot.

Palmöl

Die Ölpalme ist noch vor Soja der wichtigste Lieferant von pflanzlichem Öl weltweit. Sie wächst hauptsächlich in Indonesien und Malaysia. Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der tropischen Pflanze gewonnen. Die Kerne der Früchte enthalten das in der Oleochemie besonders gefragte Palmkernöl, das beispielsweise für Tenside in Waschmitteln verwendet wird.

Aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren verfügt Palmöl über eine sehr gute Hitze- und Oxidationsstabilität und wird als Speisefett zum Kochen, Braten und Frittieren eingesetzt. Auch wird es aufgrund seiner Konsistenz gebenden Eigenschaften für die Herstellung von Backwaren, Margarine und Süßwaren verwendet.

Kaum ein anderer agrarischer Rohstoff wird jedoch derartig emotional diskutiert wie Palmöl. Dabei gehen mitunter die Fakten unter. Tatsache ist, dass weltweit der Bedarf an Palmöl steigt. Aufgrund der wachsenden Bevölkerung und der veränderten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten wird die Nachfrage nach Ölen und Fetten weiter zunehmen; die Ölpalme ist dabei weltweit der bedeutendste Pflanzenöllieferant. Aus der Nahrungsmittelindustrie stammt die größte Nachfrage nach Palmöl; zu 5 bis 10 Prozent wird Palmöl im Bioenergiesektor eingesetzt. Die Palmölfrucht besitzt einen hohen Ölgehalt und mit jährlich rund 4 Tonnen Öl/ha extrem hohe Hektarerträge. Hier liegt das Potenzial von Palmöl, auf vergleichsweise geringer Landfläche einen hohen Teil des bestehenden Ölbedarfs zu decken.

Damit bietet sich eine Chance, dem steigenden Bedarf an Ölen und Fetten der wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden. Die Voraussetzung dafür ist eine nachhaltige Produktion von Palmöl. Nachhaltigkeit heißt hier, dass beim Anbau von Ölpalmen Umwelt- und Sozialkriterien (wie etwa Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Landnutzungsrechten) berücksichtigt und Regenwaldflächen sowie Torfmoore vor einem unkontrollierten Ausbau von Ölpalmplantagen geschützt werden. Der Fokus für die Ausweitung der Palmölproduktion ist zudem auf Ertragssteigerungen bei bestehenden Plantagen zu legen, um auf die Nachfrage der Weltmärkte reagieren zu können.